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Kein Happy-End zum Saisonabschluss trotz 1:0 Sieg gegen Wendezelle


Selten kommt es vor, dass ein Team nach einem eigenen Sieg derart enttäuscht ist, wie wir am Sonntag. Leere, Enttäuschung und Frust prägten die Gesichter unserer Spieler. Das lag freilich weniger am eigenen Sieg, als an den Ergebnissen auf den anderen Plätzen der Bezirksliga. Und damit sind wir direkt im Meisterschaftskampf der Bezirksliga Braunschweig 2. Die Ausgangslage: Wir mussten unsere Hausaufgaben Zuhause gegen Wendezelle meistern und unser Kontrahent TürkGücü aus Helmstedt gegen den TSV Sonnenberg verlieren oder zumindest Unentschieden spielen.


Der Rahmen passte an diesem Sonntag in Volkmarode! Einlaufkids, viele Zuschauer, super Wetter und allerlei Aktionen. Nach 45 Minuten sah es auch tabellarisch gut aus. Zwar konnten wir spielerisch nicht durchgehend überzeugen, dennoch konnten wir einen starken Spielzug über mehrere Stationen mit dem 1:0 krönen. Marcel Heuer schob in seinem Abschiedsspiel in Volkmarode nach Vorlage von Marvin Thurau aus zentraler Position ein. Gleichzeitig konnte der TSV Sonnenberg in Helmstedt schadlos bleiben und mit einem 0:0 in die Pause gehen. Geht da doch noch was im Titelkampf?

Das Spielgeschehen auf dem Rasen in Volkmarode blieb weiter überschaubar. Wir hatten deutlich mehr Ballbesitz, es fehlte jedoch der letzte Wille vorm Tor und immer wieder luden wir Wendezelle durch eigene Fehler zu Torchancen ein. Wirklich gefährlich wurde es jedoch, bis auf eine Großchance in der ersten Halbzeit, nicht vor dem Tor von Claudio. Das Spiel plätscherte vor sich hin, was auch mit an dem Spielstand in Helmstedt lag, der langsam durchsickerte. Türk Gücu hatte nach der Halbzeit schnell hintereinander auf 3:0 gestellt. Die Geschichte ist damit schnell zu Ende erzählt: Türk Gücu Helmstedt gewinnt schlussendlich 5:0 gegen Sonnenberg und wir gewinnen 1:0 gegen Wendezelle. Damit liegen wir mit 85 Punkten in der Endabrechnung einen Punkt hinter den Helmstedtern auf dem undankbaren zweiten Platz. Herzlichen Glückwunsch an Türk Gücu Helmstedt zur Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga! Auch in dieser traurigen Stunde sollten wir Sportler genug sein und unserem Kontrahenten fair gratulieren. Es war ein unglaublich enges Duell, beide Mannschaften haben sich gegenseitig zu Siegen gepuscht und um ehrlich zu sein, wäre die starke Saison beider Mannschaften ohne die jeweils andere in dieser Ausprägung vermutlich nicht möglich gewesen.


Was bleibt nach so einer Saison? 34 Spiele: 26 Siege, 7 Unentschieden, 1 Niederlage. Von 102 möglichen Punkten, 85 geholt bei nur 17 Verlustpunkten. Beste Abwehr der Liga mit einer Tordifferenz von +59. Fairstes Team der Liga. In den letzten 10 (evtl sogar noch mehr) Jahren wären wir mit dieser Punktzahl immer mit deutlichem Abstand aufgestiegen. Wir haben als Mannschaft mit dem neuen Trainerteam und sehr vielen jungen Spielern sehr erfolgreich zusammengearbeitet. Wir sind als Mannschaft auf und neben dem Platz eng zusammengerückt. Die beiden Trainingslager, viele gemeinsame Stunden auf dem Platz und danach in der Kabine, im Vereinsheim oder in der Stadt. Mit Mannschaft ist nicht nur der Kader, sondern auch das ganze Team drumherum gemeint. Die gemeinsamen Stunden nach dem letzten Spiel zeigen, wir definieren uns nicht allein über den sportlichen Erfolg, sondern auch über die Zusammengehörigkeit. Der Verein ist geschlossen und versucht nachhaltig zu wachsen.

Letztlich war es ein Unentschieden zu viel. Vielleicht auch die vielen Nachholspiele und damit verbundenen englischen Wochen, die wir bestreiten mussten. Vielleicht ein plötzlicher Regenfall im Bezirk, den keiner so richtig mitbekommen hat und aufgrund dessen zufälligerweise auch nur genau ein Spiel trotz bestem Wetter abgesagt wurde. Vielleicht waren es drei Nicht Angetretene-Spiele aller Teams in der Liga, von denen allein zwei unserem Kontrahenten mit einem kampflosen 5:0 zu Gute kamen. Verletzungen, Pfostenschüsse… Diese Aufzählung würde sich weiterführen lassen. Letztendlich ist es am ergiebigsten, wenn man sich auf sich selber konzentriert, aus den Fehlern lernt und nach den eigenen Optimierungsmöglichkeiten sucht.


Diese gilt es in der nächsten Saison mit unserem neuem Trainer Sascha Fassa umzusetzen. Jetzt werden die Zähler wieder auf Null gestellt. Wir werden unsere Wunden lecken und ab Start der Vorbereitung wieder neu angreifen. Trotz allem gehen wir gestärkt aus der Saison und freuen uns, nach einigen Tagen Pause, auch wieder auf die Neue. Vielen Dank an alle Unterstützer, Sponsoren und Fans für euren Support über die ganze Saison!

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